Supernichts - Bandinfo
Aufsässig werden
Supernichts aus Köln sind das musikalische, mensch- gewordene Nein zum bürgerlichen Mittelmaß der 30-plus-Generation: Vier erfahrene Männer aus dem Rheinland und Westfalen, adrett gekleidet, aus gutem Elternhaus. Aber mit dem Hang, den Alltag gnadenlos auszuleuchten und erfrischende Weisheiten laut, hart und schnell in die Köpfe des Publikums zu prügeln.
Während sich die meisten Kollegen und Altersgenossen in ein durch und durch familiäres Dasein zurückziehen, werden Supernichts erst richtig aufsässig. Damit werden sie in diesem Jahrhundert zwar nicht mehr als Starschnitt in der ?Bravo? zu sehen, aber vor einem ernüchternden Kalle-Pflipsen-Schicksal* sicher sein. Supernichts beweisen, dass sich Punkrock weiterentwickeln lässt, und zwar irgendwo zwischen Black Flag und Bläck Fööss, Pogozone und Kuschelecke, Handschütteln und Arschlecken.
*Kalle-Pflipsen-Schicksal [das, umg.], hier: Bezeichnung für das Nicht-Erreichen des Karriere-Ziels (z.B. im deutschen Profifußball)
Erstarren
Supernichts wurde 1993 von Frank Franksen, Jim Pansen, Harry Krischner und Polka Paule gegründet. Schon wenige Monate später erlebten sie die Feuertaufe auf dem ersten Gig in einer Pariser Vorstadt, wo sie eine Horde grobschlächtiger Slayer-Fans in Ehrfurcht erstarren ließen. Zum sog. Tote-Hosen-Phänomen* wird es schon deshalb bei dieser Band niemals kommen.
Durch die ersten Massaker gestählt wagten sie sich in die Keller und Clubs der Republik und veröffentlichten 1996 ihre erste CD/LP. 2001 stieß der Ex-Knochenfabrik-Drummer Achim Arschloch zur Band und ersetzte Polka Paule. Bis heute sind sechs CDs/LPs und zwei EPs erschienen mit Hits wie ?Saufen auf Lehramt?, ?Ingo Dubinski/Andie MacDowell", "Mike, Brad, Candy und ich?, ?Korn Cola-Light? oder ?Nur bekifft und nicht besoffen?. Mit der nötigen Reife dank des Durchschnittalters von 38 Jahren wagten sich die Vier zuletzt unter anderem auf Gigs nach Russland und Bayern.
*Tote-Hosen-Phänomen, [das, umg.], hier: Bezeichnung für den Wechsel der Musikrichtung einer Band in späten Jahren vom Punkrock zum Christenrock.
Erleben
Vorläufiger Höhepunkt des Schaffens: Die aktuelle CD "Fixpunkte & Bojen" - Schöne Melodien, gepaart mit intelligenten Texten, beinhartem Humor und der nötigen Gewalt. Auf der Zielscheibe kleben diesmal u.a. Toyotafahrer, US-Amerikaner, Freizeitsinnvoll-nutzfaschisten und Jörg Pilawa. 18 unverbrauchte musikalische Schlachtrösser getreu dem Versprechen: ?Ich will nicht so enden wie die ganzen Ramones?.
Supernichts sind:
Achim Arschloch (Schlagzeug)
Frank Franksen (Gitarre)
Harry Krishner (Gesang)
Jim Pansen (Bass)




