Wilde Zeiten - Bandinfo
BIOGRAPHIE
Sänger Michel: ?Wen interessiert denn Dein Gründungsdatum (11.01.2004) und wann Du mit wem wo gespielt hast, das ist doch scheißegal. Nie fragt mal einer in einer Biografie, warum ne Band das ganze all die Jahre macht, das ist doch viel wichtiger!
Wir fahren in die Wochenenden, um irgendwo Menschen zu treffen, die genauso gerne ne Party machen wie wir, und um mit denen dann gemeinsam zu feiern. Wenn Du Platten machst, findest Du dadurch ganz weit weg Gleichgesinnte. Mit denen dann zu reden und zusammen auszuflippen, das ist der Hammer, das ist uns wichtig. Wir sind in erster Linie eine Live- Band.?
TEXTE
Die Texte von Wilde Zeiten erzählen aus dem Leben, es geht ums Feiern und um die Liebe. Immer wieder ist dabei die Prägung durch die Punkbewegung herauszuhören. Michel: ?Es geht auch darum, wie wichtig jeder Augenblick ist, den man gerade erlebt, man kann ja nie wissen, wie lange man hier ist!?
MUSIK
Laute Rockmusik, stark geprägt durch NDW und Punkrock. Die Mitsingbarkeit der eingängigen hymnenartigen Refrains, das Markenzeichen dieser Band, ist sicher auch auf einige Schlager zurück zu führen, denen man bisweilen im Elternhaus nicht ausweichen konnte.
POLITIK
Sänger Michel: ?Wir sehen uns in erster Linie als Band, nicht als Erziehungsberechtigte oder Politiker. In drei Minuten Songlänge ein komplexes politisches Thema seriös zu behandeln, das geht sowieso nicht. Wir feiern mit den Leuten Partys. Trotzdem verlieren wir bei den Konzerten und auf den Platten zum Beispiel sehr deutliche Worte gegen Rassismus und rechte Gewalt. Da wo es Sinn macht, beziehen wir sehr klar Position.?
Nach vier Jahren turbulenter Bandgeschichte ist nun das bereits dritte Album von Wilde Zeiten fertig. Lauter als das letzte, intensiver und charaktervoller sollte es werden. Deshalb verzog sich die Band im Januar für zwei Wochen mit einem Aufnahmegerät nach Ibiza, um dort fernab der Heimat in Ruhe am neuen Material arbeiten zu können. Bassist Alex: ?Uns war dabei diese Orts- Trennung wichtig. Wir konnten uns total auf die Platte konzentrieren, kein Telefonklingeln, nichts, das war klasse.? Drummer David: ?Wir haben selbst gekocht, haben dann von Nachmittag bis oft tief in die Nacht an den Songs gefeilt, wir haben die dort als Demos aufgenommen, um sie später dann im Mainzer Rheinstudio richtig einzuspielen.? Sänger Michel: ?Einen Teil der Texte habe ich dann direkt aus diesem Ibiza- Gefühl heraus geschrieben, für die ernsteren war ich drei Tage in einem Kloster, totale Ruhe, nur schreiben!?
Gitarrist Matze: ?Die Texte sind sehr vielseitig. Der Song ?Homegrown? erzählt zum Beispiel vom Kiffen und erwischt werden, das Lied ?Nazi Alter? spricht in zeitgemäßer Sprache über einen Typ, der Nazi wurde, es lässt ihm die Chance zur Rückkehr. Es gibt Sauflieder, solche Mitgröl- Sachen, dann gibt es da ein ziemlich trauriges Stück ?Verlass mich nicht?, das ist so ein Abschiedsding.? Sänger Michel: ? ?Party ein ganzes Leben lang? ist dann als Schlusslied irgendwie die Essenz aus dem Ganzen. Lass den ganzen Scheiß einfach mal hinter Dir, schnapp Dir ´n paar Kumpels und mach ´ne Party! Aufgeräumt wird später!?
Produziert wurde das Album von Dr. Uwe Faust, der unter anderem von 1983 bis 1987 auch Live- Mischer der Toten Hosen war. Gitarrist Micha: ?Faust hat halt super viel Erfahrung, du lernst da als Band jedes Mal dazu.? Die geniale Mischung aus Schlager- Akkordfolgen gepaart mit den musikalischen Punkrock- Wurzeln verleihen den Songs trotz ihrer Härte eine unglaubliche Mitsingbarkeit. Der Sound lässt viel Achtziger Jahre durchhören, und ist trotzdem zeitgemäß direkt. Besonders die Präsenz des Sängers fesselt den Zuhörer.
Das Lied ?Gute Freunde kann niemand trennen?, im Jahre 1974 gesungen von Franz Beckenbauer auf der WM- Platte der deutschen Fußball- Nationalmannschaft ist die einzige Coverversion auf dem Album. Nachdem die Jungs an diesem Lied soviel Spaß hatten, hat die Band dazu einen Videoclip auf einem verrotteten Fußballplatz im Ruhrgebiet gedreht. Dieser findet sich als Bonus auf dem Album. Den Spaß am Video- Drehen merkt man der Band an, auch während den Aufnahmen im Rheinstudio lief eine Kamera mit, so dass die sympathischen Herren als Bonus gleich noch ein making off zum Album mitliefern.




